Neonazis in Frankfurt werden wieder aktiver

Offener Brief gegen Neonazis in Frankfurt

Weitere Infos auch auf www.antifa-frankfurt.org

Gegen den Tag der Heimat

Am 04. September soll in Wiesbaden der sogenannte „Tag der Heimat“, ausgerichtet vom hessischen Landesverband des „Bund(es) der Vertriebenen“ (BdV), stattfinden. Verschiedene Zusammenhänge rufen dazu auf, diesen kritisch zu begleiten. Denn: Der Versuch in geschichtsrevisionistischer und völkischer Manier deutsche Täter_Innen in Opfer umzudeuten darf nicht unwidersprochen bleiben!

Mehr Infos gibts beim Klicken auf das Banner.
Gegen den Tag der Heimat

Gedenkplatten am ehemaligen KZ Walldorf zerstört

Am ehemaligen Konzentrationslager Walldorf, einem Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof, wurden vergangene Woche zwei Gedenkplatten von Unbekannten zerstört. Aufgrund von in der Nähe aufgefundenen Nazischmierereien, kann von einem rechtsradikalen Hintergrund ausgegangen werden.
Artikel im Echo und der FR

Infos über das Außenlager Walldorf

Nazidemo in Giessen verhindern

Parteinazis der NPD-Hessen, sowie deren Jugendorganisation JN, haben für Samstag den 16.07.2011 eine Demo mit dem Motto „Das System ist am Ende – wir sind die Wende“ angekündigt. Sogenannte „Freie Kräfte“, meint parteiunabhängige Nazis, rufen ebenfalls zu diesem Aufmarsch auf.
Ein breites antifaschistisches Bündnis mit über 100 Unterstützern wird versuchen die Nazidemo zu verhindern. Mehr Infos gibts bei Giessen bleibt nazifrei!

Zur gemeinsamen Anreise gibt es einen Zugtreffpunkt für Frankfurt:
16. Juli, um 9:22 Uhr
Regional-Express 15036
ab Gleis 13, Frankfurt Hauptbahnhof.

Naziaufmarsch in Frankfurt

Am 18.06.11 wollen die Nazis vom Freien Netz Hessen unter dem widerlichen Motto „Freiräume für Biodeutsche schaffen“ einen Aufmarsch in Frankfurt Bergen-Enkheim durchführen. Das gilt es natürlich zu verhindern.
Kein Platz für Rassismus, kein Freiraum für Nazis und EHEC für Biodeutsche!

Infos bei der autonomen antifa [f] und dem Netzwerk Frankfurter Antifaschist_Innen

Postionspapier zu den Stolpersteinen

Zu erst wurde über die Verlegung von Stolpersteinen in Groß-Gerau kontrovers diskutiert. Darauf wurde die Idee per demokratischen Entscheidungs- und Diskussionsprozess „zerredet“ und schließlich im Stadtparlament mit klarer Zielsetzung abgestimmt: Die Verlegung von Stolpersteinen sollte verhindert werden. Aufgrund der neuerdings veränderten Mehrheitsverhältnisse im Stadtparlament, könnte eine neue Abstimmung zu einem anderen Ergebnis führen. Dass diese Option von einigen als „undemokratisch“ bezeichnet wird, sagt viel über das Demokratieverständnis in der Stadt Groß-Gerau aus. Entscheidungen werden auch in Groß-Gerau, trotz großer römischer Tradition, schon lange nicht mehr in Stein gemeißelt. Sie müssen sich am gesellschaftlichen Meinungsbild orientieren.
Die Argumente der Stolpersteingegnerinnen und Gegner basierten vordergründig auf folgenden Positionen:

Die Juden, für die stellvertretend die Einzelperson Charlotte Knobloch stehe, lehnen Stolpersteine als Form des Gedenkens ab. Die Einzelmeinung eines Mitgliedes des Zentralrats der Juden soll hier repräsentativ für alle Jüdinnen und Juden in Deutschland stehen. Das ist irreführend: Auch wenn der Zentralrat sich als Interessenvertretung der in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden sieht, repräsentiert die Aussage von Frau Knobloch noch lange nicht das Meinungsbild der jüdischen Gemeinden, sowie der Opfer und deren Nachkommen. Zu diesem Thema gab es auch nie eine offizielle Positionierung seitens des Zentralrats.

Außerdem werden die Stolpersteine von den Kritikern als „Gedenken im Straßenstaub“ diffamiert. Eine Partei, die das Attribut „christlich“ in ihrem Namen führt, hat normalerweise nichts gegen begehbare Grabplatten im Petersdom und anderswo, empört sich aber scheinbar über Gedenksteine im Straßenpflaster. Da hier angeblich das Andenken an die Opfer mit Füßen getreten wird. Was diese Menschen wohl viel eher stört, ist die stetige Präsenz im Alltag.

Es kann nicht darum gehen, dass die Stadt Groß-Gerau das ultimative Gedenkkonzept für alle Zeiten findet. Diese Herangehensweise kann nur scheitern, wenn dies nicht sogar von vornherein so beabsichtigt war. Den Befürwortern der Stolpersteine vorzuwerfen, sie sähen keine Alternativen, folgt unter Ankündigung eines alternativen Gedenkkonzeptes einer Logik des Aussitzens. Eben dieses alternative Konzept lässt seit zwei Jahren auf sich warten. Stattdessen wurde die Thematik in Ausschüsse verbannt, wohl mit der Hoffnung sie dort begraben zu können. Wenn überhaupt möchte man ein weiteres Gedenkmäuerchen abseits vom Stadtleben errichten, das abgesehen vom 9. November keinerlei Aufmerksamkeit erhalten wird.

Nur ganz am Rande der Diskussion wurde ein zentraler Punkt für die Ablehnung der Stolpersteine erwähnt. Frühere und heutige Hausbesitzer könnten durch die Verlegung von Stolpersteinen in Zusammenhang mit der Vertreibung von Jüdinnen und Juden und Arisierung von jüdischem Eigentum gebracht werden. Sie würden damit als direkte Profiteure des nationalsozialistischen Systems erscheinen. Doch genau dies passt nicht in die dominierende Geschichtswahrnehmung in Deutschland, die die Mehrheit der Deutschen forciert. Für viele ist der Fall seit jeher klar: Hitler war’s – und zwar im Alleingang. Tatsächlich haben auch jede Menge Groß-Gerauerinnen und Groß-Gerauer konstruktiv am Nationalsozialismus mitgewirkt und von der Vertreibung und Vernichtung der Nachbarschaft profitiert. In Anbetracht dessen erscheint es umso absurder, dass lebensgroße Schweinehändler und Laternenanzünder aus Messing nahezu diskussionslos an zentralen Orten errichtet werden, aber die Verlegung von ca. 10×10cm großen Messingplatten auf Pflastersteinen ein unüberwindbares Hindernis darstellen.

Arbeitskreis Antifaschismus Groß-Gerau im Mai 2011

Harakiri in Fukushima

Gefunden auf Freundeskreis Weltcommunismus:

„Ich kann heute nicht erkennen, dass unsere Kernkraftwerke nicht sicher sind, sonst müsste ich ja mit meinem Amtseid sie sofort abschalten. Das wäre ja ganz –äh- fatal wenn ich erklären würde, die sind nicht sicher. Unsere Kernkraftwerke sind nach Maßgabe dessen, was wir wissen, sicher.“

Angela Merkel in der Sendung ARD-Brennpunkt, 13.03.2011

Wenn passiert, was angeblich nicht passieren kann, sagen auch abgeklärte Agenten des Systems manchmal etwas, was ihre PR-Berater gar nicht vorgesehen hatten. Angesichts einer explodierten Kraftwerkshülle, beginnender Kernschmelze in drei Atomreaktoren sowie zerstörter Reaktorhüllen (genaues wissen wohl nur der Betreiber und vielleicht die japanische Regierung), müssen neue Bilder und Formeln der Beschwichtigung, Verharmlosung und Verdummung erst ausgedacht, verbreitet und eingeübt werden. Atom-Merkel befand sich daher im Experimentierstadium und so kam es, dass die beliebte „Kanzlerin aller Deutschen“ sagte, was nicht gesagt werden durfte: Dass nämlich der Sicherheitsmaßstab für Atomkraftwerke sich daraus ableitet, dass diese nicht abgeschaltet werden sollen – denn das wäre ja – äh – ganz fatal. Sicher ist, was den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke nicht gefährdet. In Japan musste ein Regierungssprecher eingestehen, dass er sich am Vortag beim Ablesen der Strahlenbelastung verlesen hat. Das kann schon mal passieren, wenn die Strahlenbelastung um das AKW das 4.000-fache des sog. „Grenzwertes“ erreicht. Oder war es das 40.000-fache? Dass die Regierung, die eigene wie die japanische im Falle des Falles vor keiner Lüge würde zurückschrecken, um die Zukunft der Atomindustrie zu retten, musste da einigen klar geworden sein. Geigerzähler waren in Deutschland drei Tage nach Beginn der Katastrophe ausverkauft.
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Rede 9. November 2010

Auf der städtischen Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichspogromnacht wurde am 9. November 2010 von uns folgende Rede gehalten.

Vor knapp Wochen versuchten Unbekannte einen Brandanschlag auf die Mainzer Synagoge zu verüben.
Im Oktober legte die Deutsche Bahn den Überlebenden der Deportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager nach jahrelangen Verhandlungen ein letztes Angebot vor: 25 € Höchstsumme pro Person. Das reicht heute nicht mal für eine Zugfahrkarte 2. Klasse nach Auschwitz.
Kürzlich entdeckte sogar ein Bundesbankvorstandsvorsitzender das Judengen wieder.

Dies ist nur eine kurze Auswahl von Beispielen der letzten Wochen, die offensichtlich machen, dass Antisemitismus in Deutschland sich weiterhin auf unterschiedlichste Art und Weisen artikuliert. Spätestens Sarrazin hat gezeigt, wie anschlussfähig menschenverachtende Gedanken in der deutschen Gesellschaft weiterhin sind. (mehr…)

Veranstaltungstip: Down with islamic fascism!

29.06.10, 20 Uhr, IvI, Kettenhofweg 130, Frankfurt a.M.

Link: Antideutsche Koalition Rhein-Main

Der deutsch-europäische Antiimperialismus, die „junge Welt“ und die Islamische Republik Iran

Das geistige Echo der Tendenz kapitaler Vergesellschaftung, die identitäre Verschweißung der kriselnden Subjekte zu individuumsentleerten (Re-)Produktionsautomaten im regressiven Kollektiv, erhallt auch aus dem nationalbolschewistischen Ideologen: Dass der stumme Zwang zur ersten Natur werde, zur absoluten Identität des vereinzelten Einzelnen mit Volk und authentischer Herrschaft. Die ideologische Aufspaltung des Kapitalverhältnisses in eine parasitäre Spekulationssphäre und eine naturhafte Produktionssphäre wird von jenem Antiimperialismus geopolitisch reproduziert: die Herrschaft geteilt in eine, die den Beherrschten als wesensfremde, d.h. als imperialistische erscheint, und in eine authentische, d.h. in die autochthone Herrschaft über die ‚Eigenen‘, die in dem antiimperialistischen Schwulst von der ‚nationalen Souveränität‘ fetischisiert wird. So wird mit Inbrunst das antisemitische Brosamen-Wohlfahrtsregime der Islamischen Republik Iran verteidigt, das mit dem Wahn von der Tugend die Massen zu formieren strebt. Und so lobt Werner Pirker, verhinderter Geopolitiker der „jungen Welt“, die Islamische Revolution als „Emanzipationsprozeß der Volksklassen“, der jedoch von jenen kassiert werde, die sich dem Tugendterrorismus erwehren und den staatlich verordneten Antizionismus zu blamieren drohen. Über die antiimperialistische Apologie der Islamischen Republik und die Denunziation der Revolte gegen dieses Regime als „asoziale Revolution“ wird Danyal (Hamburg) vom Blog „Cosmoproletarian Solidarity“ sprechen.

aus aktuellem Anlass

Lizas Welt: Aufgebrachte Narrenschiffe
Cosmoproletarian Solidarity: Free Gaza from Hamas
Hagalil: Ulrich W. Sahm – Israels Debakel

Matthias Küntzel: „Islamischer Antisemitismus“ – Ursprünge und Entwicklungen in der islamischen Welt und Europa

ZDF Auslandsjounal 2.6.2010: wer sind die gaza-aktivisten: