Kein Adorno-Preis für Judith Butler!

„Du müßtest nur einmal in die manisch erstarrten Augen derer sehen, die, womöglich unter Berufung auf uns selbst, ihre Wut gegen uns kehren.“ (T. W. Adorno)

Am 11. September 2012, dem Geburtstag Theodor W. Adornos und seit 2001 dem Tag des bislang schlimmsten islamistischen Terroranschlages, soll der Philosophin und Professorin an der Universität Berkeley, Judith Butler, der Adorno-Preis in der Frankfurter Paulskirche verliehen werden. Laut dem Kuratorium, dem u.a. die Oberbürgermeisterin, die Leiter des
Instituts für Sozialforschung und des Sigmund-Freud-Instituts angehörten, eine der maßgeblichen Denkerinnen unserer Zeit.

“Yes, understanding Hamas, Hezbollah as social movements that are progressive, that are on the Left, that are part of a global Left, is extremely important.” (J. Butler)

Hamas und Hisbollah sind antisemitische Terrorbanden, deren Ziel es ist, Israel zu zerstören. Butler bevorzugt jedoch, Israel mit der Apartheid in Südafrika zu vergleichen, anstatt die tatsächlich undemokratischen und Minderheiten unterdrückenden arabischen Nachbarstaaten und Rackets anzugreifen. Den War on Terror nach dem 11. September vergleicht sie dafür mit dem Krieg der Nazis gegen die Juden, so daß aus den eigentlichen antisemitischen Tätern die „Juden von heute“ werden. Butler ist zudem eine der prominentesten Aktivistinnen der Campaign of Boycotts, Divestment and Sanctions against Israel. Innerhalb dieser Kampagne ruft sie ganz unverhohlen zu einem Boykott der akademischen und kulturellen Institutionen des jüdischen Staates auf und unterstützt durch die Forderung nach Rückkehr aller palästinensischen Flüchtlinge die geplante Zerstörung des jüdischen Staates. Adorno musste vor dem Boykott und der Verfolgung der Juden durch die Nazis fliehen, um der Ermordung zu entgehen. Butler unterstützt heute den Boykott des jüdischen Staates und verharmlost Gruppen, deren Ziel es ist, möglichst viele Juden zu töten. So jemandem darf kein Preis verliehen werden, der nach einem Philosophen benannt ist, welcher wie kein anderer für die Kritik des antisemitischen Terrors steht.

„Wir machen uns schreckliche Sorgen wegen Israel. (…) Man kann nur hoffen, dass die Israelis einstweilen immer noch militärisch den Arabern soweit überlegen sind, dass sie die Situation halten können“ (T. W. Adorno)

Veranstalter: Bündnis „Kein Adorno-Preis für Judith Butler!“

Weitere Infos bei der Prozionistischen Linken Frankfurt.